Funktionsdiagnostik

Funktionsdiagnostik / CMD-Behandlung

Etwa 5-10% der Bevölkerung leiden unter Schmerzen und Funktionseinschränkung des Kauorgans. Dabei kann die Ursache der Beschwerden rein lokal, das heißt im Bereich des Mundes und der angrenzenden Strukturen liegen, zum Anderen aber auch weit entfernt davon in vorgeschädigten oder pathologisch veränderten Körperarealen.
Mitbestimmend dabei sind immer Elemente des Halte- und Stützapparates (Muskulatur / Wirbelsäule).
Um den Menschen in die Lage zu versetzen aufrecht zu gehen, zu sitzen oder zu liegen, ist über die nervale Versorgung ein steter Informationsfluss zum Gehirn notwendig. Nur so kann zu jeder Zeit über die Aktivität der jeweiligen Muskulatur Kontrolle ausgeübt werden. Sowohl der muskuläre Grundtonus als auch die aktive Muskelfunktion werden aber maßgeblich von psychogenen Faktoren beeinflusst. Deshalb darf sich Funktionsdiagnostik nicht allein auf mechanistische Gesichtspunkte beschränken, sondern sollte stets die  Komplexität des gesamten Systemkreises im Auge behalten: So ist das Kiefergelenk oft primär ein Stressantwortorgan (Bircot).

Aus dieser Betrachtung heraus folgt, dass nur nach einem umfassenden, ganzheitlichen Befund und in Zusammenarbeit mit verschiedensten Fachgruppen so ein komplexes System wie das Kiefergelenk und die Okklusion behandelt werden kann.

Für eine erfolgreiche Kiefergelenkstherapie und vor aufwendigen prothetischen Versorgungen und Sanierungen pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit Orthopäden, Osteopathen und Physiotherapeuten.

Folgende Verfahren setzen wir zur Diagnose und zur Behandlung einer CMD (Cranio-Mandibuläre Dysfunktion) ein:

  • manuelle Funktionsanalyse: Abtasten der Kau-, Hals- und Nackenmuskulatur, sowie das Abhören von Kiefergelenksgeräuschen, um pathologische Veränderungen aufzuspüren

  • instrumentelle Funktionsanalyse: Anfertigen exakter Abdrücke der Kiefer und Modellanalyse, Vermessen mittels Gesichtsbogen und Auswertungen der Funktionen in einem Artikulator (= Bewegungssimulator).

  • Schienentherapie: Mit Hilfe von Aufbißschienen (=idealisierte Kauflächen aus Kunststoff, die über die natürlichen Zähne gesteckt werden) wird über eine Entspannung der Muskulatur und Entlastung der Kiefergelenke eine Linderung der Beschwerden angestrebt.

  • FGP-Technik mehr erfahren

  • Planefinder
    Mit dem Planefinder lassen sich alle wichtigen intraoralen Patientendaten (Mitte, Okklusionsebene im dreidimensionalen Verlauf, Kauzentrum) eins zu eins erfassen und wiedergeben. Dabei gelingt es bei zahntechnischen bzw. zahnmedizinischen Versorgungen vor Erstellen eines Therapieplanes eventuelle Kompensationen aufzuspüren. 

    Fehlerquellen und Übertragungsfehler beim Anfertigen prothetischer Versorgungen können somit weitestgehend minimiert und vermieden werden.  Die Kommunikation zwischen Zahnarzt, Techniker und Patient wird dadurch wesentlich vereinfacht.
Praxis Dr. med. dent. Ulrich Reichermeier | Stadtplatz 9 - 94209 Regen | T. 09921 95 95 89-0 |
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