Zahnersatz

Wir verfolgen einen ganzheitlichen Behandlungsansatz und legen deshalb großen Wert auf die richtige Materialauswahl für den Zahnersatz. Weil Qualität mit Vertrauen zusammenhängt, lassen wir unseren Zahnersatz ausnahmslos in Deutschland von uns persönlich bekannten Zahntechnikern fertigen. Auch ist oft eine Einprobe eines neuen Zahnersatzes im Beisein eines erfahrenen Technikers notwendig – nur dies gewährt ein harmonisches und natürliches Behandlungsergebnis.

Welcher Zahnersatz ist der richtige?

Um Ihnen in der Entscheidungsfindung zu helfen, fertigen wir aussagekräftige Planungsunterlagen an:

Modelle:

  • die eine Ausgangssituation exakt wiedergeben
  • auf denen die geplante Arbeit in Wachs (Wax-up) oder Kunststoff (Mock-up) als Vorschau angefertigt werden kann
  • die dreidimensional zugeordnet werden, um individuelle Bewegungsmuster nachvollziehen zu können.

Digitale Röntgenbilder:

  • für eine sichere Beurteilung der Knochensituation der den Zahnersatz tragenden Zähne  

Parodontaler Status:

  • zur sicheren Beurteilung der Schleimhautverhältnisse und des Zahnhalteapparates der Pfeilerzähne

Intraoraler und extraoraler Fotostatus:

  • zur praxisinternen Dokumentation und zur Information für den Techniker werden von allen Behandlungsschritten Fotos angefertigt

 

Übersicht über Zahnersatz:

  • Kronen/Teilkronen: sie kommen zum Einsatz, wenn die durch Karies verursachten Substanzverluste nicht mehr mit herkömmlichen Füllungsmaterialien repariert werden können. Kronen können entweder aus Zirkon-Oxid, Lithiumdisilicat, Metallkeramik (voll- oder teilverblendet) oder aus Metall bestehen.
  • Brücken: Bei Fehlen eines oder mehrerer Zähne, kann eine Brücke die Zahnreihe wieder schließen. Dazu müssen die lückenbegrenzenden Zähne in Höhe und Umfang etwas abgeschliffen werden. Danach werden die im Labor angefertigten Brücken auf den vorbereiteten Zahnstümpfen zementiert; d.h. sie werden im Gegensatz zu herausnehmbarem Zahnersatz fest im Mund eingegliedert.
  • Kombinierter Zahnersatz: Ein kombinierter Zahnersatz mit Doppelkronen, sogenannten Teleskop-Kronen, ist ein teilweise festsitzender und teilweise abnehmbarer Zahnersatz. Der kombinierte Zahnersatz kommt zum Einsatz, wenn nur noch ein sehr eingeschränkter Restzahnbestand vorhanden ist.
    Die noch vorhandenen Zähne bilden den Anker der Teleskopkronen und werden vor Anbringung der Kronen entsprechend präpariert. Der Zahntechniker erstellt Kronen (Primärkronen), die fest auf die präparierten Zähne zementiert werden. An der Teleskop-Prothese befindet sich das Gegenstück der Primärkrone, die Sekundärkrone. Die Prothese sitzt durch diese Art der Verankerung fest, kann aber jederzeit vom Patienten dem Mund entnommen werden.
    Unter Umständen wird eine sogenannte Geschiebearbeit hergestellt. Hierbei handelt es sich um eine Feinmechanik (Präzisionstechnik), mit welcher der Zahnersatz an Kronen oder Brücken befestigt wird.
  • Total- oder Vollprothesen: Bei komplettem Zahnverlust gilt es, die verloren gegangenen Zähne vollständig zu ersetzen. Aus diesem Grund werden Total-Prothesen oder Vollprothesen eingesetzt. Sie ersetzen nicht nur die verloren gegangenen Zähne, sondern auch Teile des Kieferkammes. Ihren Halt gewinnen die Zahnprothesen durch Saughaftung. Hierzu ist eine passgenaue Anfertigung notwendig, die durch eine präzise Abformung des Kieferkamms und des Weichgewebes gewährleistet wird.

FGP-Technik
FGP bedeutet Functionally  Generated Path (FGP) und besagt nichts anderes, als dass die Funktion die Bewegungsbahnen auf der Kaufläche vorgibt und erzeugt.
Jeder Zahnersatz wird auf statischen Modellen (Gips, Kunststoff) hergestellt. Unser Zahnersatz muss sich aber in einem biologischen System bewähren, das in Funktion vielfältigsten Kräften unterworfen ist: Verformung des Unterkiefers, Intrusion (Einsinken) der belasteten Zähne und Muskelaktivität. Das bedeutet, dass der eingesetzte Zahnersatz und die Pfeilerzähne anderen Belastungen ausgesetzt werden, als dies die Modellsituation zeigt. Davon zeugen häufige Abplatzungen von Verblendungen und parodontale Schäden an Pfeilerzähnen.
Mit Hilfe der FGP-Technik wird nun zusätzlich zur statischen Bissnahme auch eine funktionelle Bissnahme durchgeführt.
Die zahntechnische Herstellung der Kaufläche wird also von der dynamischen Funktion bestimmt und führt dazu, dass  bei extremer Präzision der neue Zahnersatz vom Patienten ohne jegliches „Störgefühl“ angenommen wird. (Mehr Informationen unter: www.primogroup.de)

Stable Base
Abnehmbare Teilprothesen müssen sich in einem sog. Restgebiss bewähren. Das bedeutet, dass sie die eingeleiteten Kaukräfte zum Einen auf die Restzähne und zum Anderen auf die Schleimhaut der unbezahnten Regionen verteilen müssen. Da beide  Gewebestrukturen jedoch vollkommen unterschiedliche Nachgiebigkeiten ( Resilienzen) zeigen, kommt es nicht selten zu Schädigung der beteiligten Strukturen:
Lockerung oder Bruch der Ankerzähne, Atrophie (Abbau) des Kieferkammes, der den Prothesensattel trägt.
Um dies zu vermeiden bedient sich die Stable-Base-Technik eines extrem exakten Abdruckverfahrens, das auch noch das Mikrorelief der Schleimhaut zeigt. Die äußerst präzise in Metall umgesetzte Prothesenbasis hält nur durch Adhäsion ( vergl. zwei Glasplatten, die über einen Flüssigkeitsfilm zusammengehalten werden).
Die Restzähne werden mit Geschieben versehen, die lediglich eine Führungsfunktion besitzen, jedoch keine Krafteinleitung auf die Zähne selbst zulassen. Eine kippende, hebelnde Belastung wird somit vermieden und der tragende Schleimhautbereich wird über die gesamte Fläche gleichmäßig druckbelastet. Dies verlängert die Lebensdauer der Restzähne und schützt den Kieferkamm vor Atrophie. (Mehr Informationen unter: www.selke-dental.de)

Praxis Dr. med. dent. Ulrich Reichermeier | Stadtplatz 9 - 94209 Regen | T. 09921 95 95 89-0 |
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